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Frauenförderung

"Frauen sind die Hälfte der Menschheit, leisten zwei Drittel aller Arbeitsstunden, erhalten ein Zehntel des Welteinkommens und besitzen weniger als 1 % des Eigentums."
(UN-Report 1980)

Dieser im Zusammenhang mit der weltweiten Situation von Frauen wohl meistzitierte Satz bringt auch das Problem der Frauen in Malawi auf einen knappen Nenner.

Die meisten Frauen in Malawi müssen hart arbeiten. Sie sind zuständig für die Hauswirtschaft. In ihrer Verantwortung liegt die - mühselige und arbeitsaufwendige - Weiterverarbeitung von Grundnahrungsmitteln (z.B. Mais stoßen, mahlen, sieben und trocknen). Sie müssen Brennholz und Wasser beschaffen.

Dies ist in vielen ländlichen Gebieten äußerst zeitaufwendig und kräftezehrend; die Wege sind weit, das Ziehen des Wassers beschwerlich, die Lasten (Holz oder gefüllte Wassergefäße von 20 - 30 kg) müssen auf dem Kopf nach Hause getragen werden. Die Versorgung und Betreuung der Kinder, neben den eigenen oft noch Kinder von Verwandten, obliegt den Frauen. Damit nicht genug, sind sie auch in der landwirtschaftlichen Produktion tätig, zuständig für den Anbau der Grundnahrungsmittel wie Mais und Maniok sowie Gemüse.

Selbst vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass 80 % der Nahrungsmittel von Frauen produziert werden. Das Geldeinkommen der Frauen ist sehr gering. Zum einen sind sie stark belastet durch Haushaltsarbeiten und Landwirtschaft. Zum anderen bieten sich kaum profitable Einkommensmöglichkeiten. Hinzu kommt, dass ihnen Transportmöglichkeiten fehlen und sie kaum Zugang zu Krediten haben.

 

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