Die meisten Frauen in Malawi müssen
hart arbeiten. Sie sind zuständig für die Hauswirtschaft.
In ihrer Verantwortung liegt die - mühselige und arbeitsaufwendige
- Weiterverarbeitung von Grundnahrungsmitteln (z.B. Mais stoßen,
mahlen, sieben und trocknen). Sie müssen Brennholz und Wasser
beschaffen.
Dies ist in vielen ländlichen Gebieten äußerst
zeitaufwendig und kräftezehrend; die Wege sind weit, das
Ziehen des Wassers beschwerlich, die Lasten (Holz oder gefüllte
Wassergefäße
von 20 - 30 kg) müssen auf dem Kopf nach Hause getragen
werden. Die Versorgung und Betreuung der Kinder, neben den eigenen
oft noch Kinder von Verwandten, obliegt den Frauen. Damit nicht
genug, sind sie auch in der landwirtschaftlichen Produktion tätig,
zuständig
für den Anbau der Grundnahrungsmittel wie Mais und Maniok
sowie Gemüse.
Selbst vorsichtige Schätzungen gehen davon aus,
dass 80 % der Nahrungsmittel von Frauen produziert werden. Das
Geldeinkommen der Frauen ist sehr gering. Zum einen sind sie
stark belastet durch Haushaltsarbeiten und Landwirtschaft. Zum
anderen bieten sich kaum profitable Einkommensmöglichkeiten.
Hinzu kommt, dass ihnen Transportmöglichkeiten fehlen und sie
kaum Zugang zu Krediten haben.
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